Nachdem du Kunden zu Abonnenten gemacht hast, musst du sie aktiv einbinden, um die Vorteile des Abomodells zu nutzen. Wiederkehrende Kunden besuchen deine Website oder App möglicherweise nicht mehr, weil Bestellungen und Lieferungen bereits automatisiert sind. Deshalb brauchst du andere Methoden als bei Kunden ohne Abo.
Bei Kunden ohne Abo willst du vor allem Wiederholungskäufe erreichen. Abonnenten haben bereits zugesagt, so lange bei dir einzukaufen, wie ihr Abo läuft. Damit sie eingebunden bleiben, müssen sie weiterhin Wert aus ihrer anfänglichen Investition erhalten. Diese acht Strategien halten sie mit deiner Marke verbunden.
TIPPS ZUR EINBINDUNG DEINER ABONNENTEN
Entwickle eine mobile App für dein Abogeschäft
Im E-Commerce kaufen immer mehr Menschen, die mobile Geräte selbstverständlich nutzen. Immer mehr Unternehmen verbessern das Nutzererlebnis mit Apps. Eine eigene App ist daher wichtig, um mehr Austausch mit Kunden zu ermöglichen.
Ein großer Vorteil ist die Kommunikation in Echtzeit. Können Kunden deinen Support sofort über ihr Mobilgerät erreichen und Probleme oder Fragen schnell klären, wirkt dein Unternehmen effizienter.
Apps bieten benutzerfreundliche Portale, in denen Kunden Abos und Lieferungen verwalten und Neuigkeiten auf ihrem Mobilgerät erhalten. Du kannst sie mit Kanälen wie SMS, Messenger und WhatsApp synchronisieren, die ebenfalls mobil zugänglich sind, und so den Austausch verbessern.
Ich empfehle die Investition in eine App allerdings nur, wenn die meisten deiner Kunden über mobile Geräte kommen.
Ermutige Kunden zu Rückmeldungen
Unterschätze direkte Rückmeldungen nie, insbesondere von Abonnenten. Datenanalysen und Produkttests sind hilfreich, doch unmittelbares Feedback tatsächlicher Nutzer gehört zu den verlässlichsten Bewertungsmethoden für Produkte und Dienstleistungen. Danach zu fragen ermöglicht Austausch und kann Abwanderung reduzieren. Kunden, die sich nicht gern beschweren, geben auf Einladung oft bereitwillig Feedback. Allerdings äußern sie sich bei früheren schlechten Erfahrungen auch besonders wahrscheinlich negativ.
Rückmeldungen zeigen dir, wie Kunden sich fühlen und welche Probleme du für ein besseres Erlebnis lösen musst. Du zeigst damit, dass ihre Anliegen wichtig sind, und kannst die Zufriedenheit steigern. Das reduziert deutlich die Wahrscheinlichkeit, dass sie abspringen und kündigen.
Sammle Feedback auch nach einer Kündigung. So bleibst du im Austausch, verstehst die Gründe, kannst Änderungen vornehmen und Kunden erneut ansprechen. Abonnieren sie trotz Verbesserungen nicht wieder, ist das kein Grund zur Sorge: Die Änderungen helfen, künftige Kündigungen aus demselben Grund zu verhindern.
Binde Kunden durch Nachrichten ein
Abos bieten Kontaktmöglichkeiten durch Benachrichtigungen, Erinnerungen und Neuigkeiten. Kunden möchten möglicherweise Liefertermine, Produkte, Abrechnungstage, Liefertermine, Abrechnungstage oder Mengen ändern. Das ist ein guter Zeitpunkt für direkten Austausch über WhatsApp, Messenger oder E-Mail. Dadurch können Servicebewertungen besser werden, weil auch weniger technikaffine Kunden Unterstützung erhalten, denen die Navigation in Apps oder Websites schwerfällt.
Nutze kreative Ansätze jenseits des Verkaufens
Sei kreativ! Nicht jeder Kontakt muss wie ein Verkaufsversuch wirken. Biete Erlebnisse, damit Kunden deine Marke nicht vergessen und immer wieder zurückkommen.
Diese indirekten, aber überzeugenden Ansätze fördern die Interaktion, besonders bei Abonnenten:
Veranstalte Events und Workshops rund um deine Tätigkeit und dein Fachgebiet. Kunden sollen das Gefühl haben, durch ihre Treue mehr über deine Branche zu lernen.
Empfehlungsprogramme fördern Verkäufe fast ohne eigenen Aufwand und ohne aufdringliches Verkaufen. Kunden empfehlen dich gegen einen Anreiz weiter. Mehr Empfehlungen bedeuten mehr Verkäufe — alle gewinnen.
Biete mehrere Tarifstufen an, damit weniger aktive oder kündigungsgefährdete Abonnenten leicht in einen niedrigeren Tarif wechseln können. Sie zahlen weniger als zuvor, bleiben dir aber als wiederkehrende Kunden erhalten.
Veröffentliche häufiger informative Newsletter, Medieninhalte und E-Mail-Kampagnen. So erinnerst du Abonnenten an deine Marke und lieferst gleichzeitig aktuelle Informationen.
Biete Abonnenten exklusive Angebote und Anreize
Angebote und Anreize würdigen die Treue deiner Abonnenten und vermitteln Wertschätzung. Exklusive Ansprache kann ihnen Mehrwert geben und die Markentreue stärken. Hier einige Beispiele:
- Exklusive Produktvorstellungen und Zugang zu neuen Produkten.
- Vergünstigter und schneller Versand.
- Geschenke und Gratiszugaben müssen nicht teuer sein. Eine handgeschriebene Karte kann bereits zeigen, wie sehr du Kunden schätzt. Lege neue oder bestehende Produkte bei, die anhand der Bestellhistorie passen könnten. So kaufen und verwenden Kunden eher ein breiteres Sortiment.
- Rabatte für neue Abonnenten und regelmäßige Vergünstigungen für treue Mitglieder, damit sie aktiv bleiben.
Jede dieser Strategien ist hilfreich. Noch gezielter gehst du vor, wenn du zuvor durch individuelle Umfragen herausfindest, was Kunden besonders schätzen. Letztlich solltest du ihnen die Vorteile eines Abos vermitteln.
Nutze Exklusivität und Dringlichkeit
Auf begrenzte Angebote und Blitzverkäufe reagieren Menschen schnell, weil sie Dringlichkeit erzeugen. Dringlichkeit und Exklusivität funktionieren bei Einmalkäufern ebenso wie bei Abonnenten.
So nutzt du den Ansatz optimal:
- Erstelle Rabattangebote rund um die Aboverlängerung.
- Begrenze Rabatte und Kombinationsangebote zeitlich.
- Erzeuge beim Start eines neuen Abodienstes oder Produkts Aufmerksamkeit mit einem Wettbewerb nur für Abonnenten, einem zeitlich begrenzten Blitzverkauf oder beidem.
Informiere Kunden über diese exklusiven Abonnentenangebote. Einmalkäufer könnten dadurch ein Abo erwägen, um teilnehmen zu können.
Upselling-Angebote fördern die Beteiligung
Upselling bedeutet, Kunden statt ihres bisherigen Produkts ein besseres, wertvolleres und teureres anzubieten.
Immer dasselbe Produkt zu verkaufen kann trotz seines Nutzens langweilig werden. Empfiehl verwandte Produkte oder Dienstleistungen, die mehr Wert bieten und interessant bleiben. Statt eines üblichen Haushaltsreinigungsbundles aus Spül- und Waschmittel kannst du beispielsweise ein ebenso wirksames Bundle mit diesen Artikeln und zusätzlicher Handseife anbieten. Das neue Paket enthält damit einen weiteren Artikel.
Weitere Hinweise:
Upsells müssen keine neuen Produkte sein. Sie können einfach der aktuellen Bestellung zusätzlichen Wert geben.
Sie sollten das Leben des Kunden verbessern, ein Problem lösen, Zufriedenheit erhalten oder alle Wünsche erfüllen.
Achte bei hilfreichen Upsells darauf, dass sie einen höheren Geldwert als der übliche Einkauf haben.
Upsells müssen zwar keine Neuheiten im Shop sein, doch neue Produkte können Kunden zum Ausprobieren bewegen.
Erkenne ein größeres Problem, das Kunden mit ihren bisherigen Produkten haben, und löse es mit einem anderen Produkt oder einer Dienstleistung aus deinem Angebot.
Upselling hält Kunden auf einfache Weise aktiv und lässt sie der nächsten Lieferung entgegenfiebern.
Binde Abonnenten mit Cross-Selling-Angeboten ein
Beim Cross-Selling informierst du über zusätzliche Produkte, die bereits gekaufte Waren oder Dienstleistungen ergänzen. Wie Upselling hält es deinen Shop im Gedächtnis und fördert die Verbindung zur Marke. Besonders relevante, individuelle Empfehlungen verbessern die Beteiligung.
Ein Beispiel ist Zahnpasta zu einer Zahnbürste. Ein vergünstigtes Kombinationsangebot macht den Kauf attraktiver. Du kannst weitere Zahnpflegeprodukte ergänzen, solltest aber das Ziel im Blick behalten: zusätzlichen Wert durch relevante, gezielt ausgewählte Produkte.
Zusammenfassung
Einmalkäufer in Abonnenten zu verwandeln ist bereits aufwendig genug. Deshalb solltest du sie nach dem Abschluss aktiv eingebunden halten.
Nutze dafür Chargezens Omnichannel-Funktion, das Treueprogramm, 'CheckoutOS und weitere kundenorientierte Funktionen. Sie helfen dir, Kundendaten optimal einzusetzen und die Verbindung zu deiner Marke während des gesamten Abolebenszyklus zu erhalten.





